Central Park Five — DNA entlastete Unschuldige nach 40 Jahren Haft
Wie falsche Geständnisse fünf Teenager ins Gefängnis brachten und das US-Justizsystem veränderten

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Was geschah?
1989 erzwang die New Yorker Polizei von fünf schwarzen und lateinamerikanischen Teenagern Geständnisse für eine brutale Vergewaltigung im Central Park, die sie nicht begangen hatten. Antron McCray, Kevin Richardson, Yusef Salaam, Raymond Santana und Korey Wise waren zwischen 14 und 16 Jahre alt, als sie verhört wurden – stundenlang, ohne anwaltlichen Beistand, unter Druck und mit falschen Versprechungen.
Die fünf jungen Männer verbüßten zusammengerechnet über 40 Jahre Haft. Erst 2002 entlasteten DNA-Beweise sie vollständig: Der verurteilte Serienvergewaltiger Matias Reyes gestand die Tat, seine DNA stimmte überein. Die Central Park Five waren unschuldig.
Warum ist dieser Fall so bedeutend?
Die Central Park Five gehören zu den wichtigsten Fällen der amerikanischen Kriminalgeschichte – nicht nur wegen des Justizirrtums, sondern wegen ihrer gesellschaftlichen Folgen. Der Fall dokumentierte Systemischen Rassismus im US-Justizsystem auf erschreckende Weise und führte zu konkreten Reformen.
New York State führte als direkte Konsequenz ein Gesetz ein, das es Polizisten verbietet, bei Verhören von Minderjährigen über Beweise zu lügen. Der Fall wurde zum Symbol für die Problematik Falscher Geständnisse und löste eine landesweite Reformbewegung aus.


