
Wie Philip Patrick Westh eine 13-Jährige entführte und 27 Stunden gefangen hielt
Am 15. April 2023 verschwand eine 13-Jährige aus Kirkerup während ihrer Zeitungsroute. Philip Patrick Westh entführte sie und hielt sie 27 Stunden lang gefangen, bevor die Polizei sie lebend fand.
Quick Facts
Am 15. April 2023 verschwand ein 13-jähriges Mädchen aus der dänischen Ortschaft Kirkerup spurlos, während es auf seiner morgendlichen Zeitungsroute unterwegs war. Was folgte, war eine der schockierendsten Entführungen der jüngeren dänischen Kriminalgeschichte.
Philip Patrick Westh, damals 32 Jahre alt, entführte das Mädchen und verschleppte es in seine Wohnung. Dort hielt er sie 27 Stunden lang unter unmenschlichen Bedingungen gefangen – eine Zeit, die von sexuellem Missbrauch und massiver Gewalt geprägt war.
Von der Zeitungsroute in die Gefangenschaft
Das Mädchen war an jenem Aprilmorgen wie gewohnt unterwegs, um Zeitungen auszutragen. Westh nutzte die Gelegenheit, überwältigte das Kind und brachte es mit Gewalt und Zwang unter seine Kontrolle. Was in den folgenden 27 Stunden in seiner Wohnung geschah, wird in dänischen Justizkreisen als Albtraumszenario bezeichnet.
Das Mädchen wurde Opfer schwerer körperlicher Gewalt, sexueller Übergriffe und Freiheitsberaubung. Als die Polizei die Wohnung schließlich stürmte, fanden die Beamten das Kind gefesselt mit Plastikstreifen vor – aber es lebte. Diese Tatsache erwies sich als entscheidend für die Ermittlungen, da das Opfer selbst aussagen konnte.
Das Urteil und weitere Verbrechen
Am 14. Mai 2024 begann der Prozess vor dem dänischen Landgericht. Nach rund sechs Wochen Verhandlung fiel am 28. Juni 2024 das Urteil: Philip Patrick Westh wurde wegen schwerer Körperverletzung, Vergewaltigung, weiterer Sexualdelikte, Gewalt und illegaler Freiheitsberaubung schuldig gesprochen. Das Gericht verhängte eine lebenslange Haftstrafe.


