Golden State Killer: Gefasst mit DNA-Genealogie im Alter von 72
Wie ein Stammbaum-Match einen jahrzehntelang flüchtigen Serienmörder überführte

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Die Verbrechen, die Kalifornien lähmten
Über ein Jahrzehnt lang terrorisierte ein Unbekannter Kalifornien mit einer beispiellosen Serie brutaler Verbrechen. East Area Rapist. Original Night Stalker. Golden State Killer. Drei Namen für einen Mann — Joseph James DeAngelo — der mindestens 13 Menschen ermordete und über 50 Frauen vergewaltigte. 1986 stoppten die Taten abrupt. Der Täter verschwand spurlos.
Die Ermittler standen vor einem Rätsel. An zahlreichen Tatorten hatte man DNA-Spuren gesichert, doch keine Übereinstimmung in den polizeilichen Datenbanken. Der Fall wurde zu einem der berüchtigtsten Cold Cases der amerikanischen Kriminalgeschichte.
DNA-Genealogie als neue Waffe
2017 wagte der Ermittler Paul Holes einen unkonventionellen Schritt. Gemeinsam mit der Journalistin Michelle McNamara, die posthum das Buch "I'll Be Gone in the Dark" über den Fall veröffentlichte, lud er DNA vom Tatort in die öffentliche Genealogie-Datenbank GEDmatch hoch — eine Plattform, die Menschen nutzen, um ihre Familiengeschichte zu erforschen.
Ein Algorithmus fand Übereinstimmungen mit entfernten Verwandten des Täters. Von dort arbeitete sich das Team durch Stammbäume rückwärts, durchforstete öffentliche Archive, Geburtsurkunden und Heiratsdokumente. Am Ende stand ein Name: Joseph James DeAngelo, ein 72-jähriger ehemaliger Polizeibeamter aus Sacramento.


