
Versäumnisurteil über 100 Millionen Dollar
Ein 51-jähriger Häftling in Michigan hat einen Zivilprozess gegen den Rapper Sean 'Diddy' Combs gewonnen. Das Lenawee County Circuit Court sprach Derrick Lee Cardello-Smith ein Versäumnisurteil über 100 Millionen Dollar zu, nachdem Combs nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen war.
Cardello-Smith wirft Diddy vor, ihn auf einer Afterparty in Detroit im Jahr 1997 unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben. Nach seinen Angaben habe er von Diddy ein Getränk erhalten, woraufhin er das Bewusstsein verlor. Als er wieder zu sich kam, sei ihm gesagt worden, dass Diddy "es auch mit ihm gemacht" habe.
Richter erlässt Unterlassungsverfügung
Da Diddy nicht zur Gerichtsverhandlung erschien, entschied der Richter per Versäumnisurteil. Gleichzeitig erließ das Gericht eine einstweilige Verfügung gegen Combs. Diese Art von Versäumnisurteil wird verhängt, wenn eine Partei nicht vor Gericht erscheint oder sich nicht verteidigt.
Cardello-Smith behauptet außerdem, dass zwischen ihm, Diddy und lokalen Behörden eine Geheimhaltungs- und Schweigevereinbarung existiert habe. Diese Vereinbarung sei dazu verwendet worden, den angeblichen Missbrauch zu vertuschen. Die Gültigkeit dieses Dokuments wird jedoch bezweifelt.
Weitere Vorwürfe gegen Behörden
In den Jahren 2024 und 2025 reichte Cardello-Smith mehrere zusätzliche Dokumente bei einem Bundesgericht ein. Diese behaupten, dass Polizei- und Staatsbeamte sowie eine bekannte Berühmtheit sich verschworen hätten, um gegen ihn vorzugehen und den angeblichen Missbrauch durch Diddy zu vertuschen. Die betroffenen Behörden haben die Anschuldigungen zurückgewiesen und die Dokumente als verdächtig oder ungültig bewertet.
Wachsende Zahl von Vorwürfen
Dieses Urteil reiht sich in eine wachsende Anzahl zivilrechtlicher Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen Diddy ein. Der Fall unterstreicht den anhaltenden juristischen Druck, dem der Schwergewichtsmusiker der Musikindustrie ausgesetzt ist.
Die rechtlichen Probleme von Sean Combs haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen, wobei mehrere Personen Missbrauchsvorwürfe gegen den Rap-Mogul erhoben haben. Der aktuelle Fall aus Michigan ist besonders ungewöhnlich, da er zu einem der höchsten Versäumnisurteile in dieser Art von Verfahren führte.


