
The Jinx: HBO-Doku führte zur Verhaftung eines Mörders
Wie eine Dokumentarserie den Milliardär Robert Durst überführte
Quick Facts
Am 8. Februar 2015 strahlte der US-Sender HBO die sechsteilige Miniserie 'The Jinx: The Life and Deaths of Robert Durst' aus. Die Dokumentation befasste sich mit dem New Yorker Immobilienmilliardär Robert Durst und seiner Verbindung zum Mord an Susan Berman – und sollte eine beispiellose Wendung in der Kriminalgeschichte nehmen.
Das dramatische Finale der ersten Staffel hatte weitreichende Konsequenzen. Die letzte Folge endete mit einer Tonaufnahme von Durst, auf der er belastende Aussagen machte, ohne zu wissen, dass das Mikrofon noch eingeschaltet war. Nur einen Tag vor der Ausstrahlung des Finales – am 14. März 2015 – wurde Durst in New Orleans vom FBI verhaftet. Die Anklage: Mord ersten Grades im Fall Susan Berman.
Filmemacher als Ermittler
Die Verhaftung basierte auf Beweisen, die die Dokumentarfilmer während ihrer Recherchen entdeckt hatten. Eine besonders wichtige Rolle spielte ein Brief aus dem Jahr 1999, den Durst an Berman geschrieben hatte. Die Filmemacher fanden dieses Schriftstück während ihrer Arbeit an der Serie – es wurde zu einem entscheidenden Beweisstück.
Die Auswirkungen der Dokumentation auf die Ermittlungen waren unerwartet bedeutend. Die Informationen, die Dokumentarserie präsentierte, wurden zum Katalysator für das Handeln des FBI gegen Durst. Jahrelang hatte er einer Anklage wegen Bermans Tod entgehen können, obwohl dieser Fall eine zentrale Rolle in seiner Geschichte spielte.
Das belastende Tonband
'The Jinx' wird als seltener Fall erinnert, in dem eine True Crime Dokumentation direkt eine Mordermittlung beeinflusste. Die Kombination aus neuen Filmaufnahmen, der Aufdeckung historischer Beweise und dem dramatischen Tonband mit Dursts unbedachten Äußerungen machte die Serie zu einem Kulturphänomen innerhalb des True-Crime-Genres.


