
Am 1. Januar 1990 wurde die 23-jährige Hanne With in ihrer Wohnung in der Fensmarkgade 39 im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro brutal ermordet. Sie erlitt mehrere Messerstiche, wurde geschlagen, getreten und stranguliert – ein Verbrechen, das über drei Jahrzehnte lang ungelöst bleiben sollte.
Der Fall entwickelte sich zu einem der bekanntesten Cold Cases Kopenhagens. Doch am 6. Februar 2024 kam endlich Bewegung in die Ermittlungen: Henrik Krogh Rasmussen, zum Zeitpunkt seiner Festnahme 52 Jahre alt, wurde verhaftet und des Mordes an Hanne With angeklagt.
Durchbruch durch forensische Technologie
Die Aufklärung des Falles gelang durch DNA-Analysen und die Auswertung eines Fußabdrucks, der am Tatort gesichert worden war. Nach 34 Jahren Ermittlungsarbeit hatte sich die forensische Technologie so weit entwickelt, dass die alten Spuren endlich ausgewertet werden konnten und eine Verbindung zu Rasmussen hergestellt wurde.
Die Fortschritte in der DNA-Analyse ermöglichten es den Ermittlern, auch kleinste Spuren auszuwerten, die mit den Methoden der frühen 1990er Jahre nicht verwertbar gewesen waren. Diese technologische Entwicklung erwies sich als Schlüssel zur Lösung des Falles.
Verurteilung nach über drei Jahrzehnten
Im Juli 2024 wurde Henrik Krogh Rasmussen für den Mord an Hanne With verurteilt. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von 11 Jahren und 6 Monaten. Die Verurteilung basierte auf den forensischen Beweisen, die die Kopenhagener Polizei vor Gericht präsentieren konnte.
Der Fall zeigt eindrücklich, wie moderne Technologie auch Jahrzehnte alte Verbrechen aufklären kann. Für die Angehörigen von Hanne With bedeutete das Urteil nach 34 Jahren endlich eine Form von Gerechtigkeit.
Offene Fragen
Trotz der Verurteilung bleiben einige Aspekte des Falles unklar. Das Motiv für die Tat wurde nicht öffentlich bekannt. Ebenso fehlen Informationen darüber, ob Henrik Krogh Rasmussen das Opfer persönlich kannte oder ob es sich um eine zufällige Begegnung in der Neujahrsnacht handelte.
Auch Details über den Verlauf der Ermittlungen über die vergangenen 34 Jahre wurden nicht vollständig bekannt gegeben. Die dänische Polizei konzentrierte sich in ihrer Kommunikation auf die forensischen Durchbrüche, die zur Lösung führten.


