
Im Sommer 1981 setzte die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) alle verfügbaren Ressourcen ein, um Clifford Olson zu überführen – einen vorbestraften Kriminellen, der zuvor sogar als Polizeiinformant gearbeitet hatte. Olson stand im Verdacht, für eine Serie von Entführungen und Morden an Kindern verantwortlich zu sein, die die kanadische Provinz British Columbia anderthalb Jahre lang in Angst und Schrecken versetzt hatten.
Elf unschuldige Opfer
Zwischen Ende 1980 und Sommer 1981 entführte, vergewaltigte und ermordete Olson mindestens elf Kinder und Jugendliche. Das jüngste Opfer war erst neun Jahre alt, das älteste etwa achtzehn. Die Verbrechen lösten eine Welle der Angst in der gesamten Provinz aus, während Eltern verzweifelt nach Antworten suchten und um die Sicherheit ihrer Kinder bangten.
Eines der jüngsten Opfer war die 14-jährige Judy Kozma, die nach einer Schicht in einem McDonald's-Restaurant nie nach Hause zurückkehrte. Ihr Schicksal und die Trauer der Angehörigen der anderen Opfer bilden das emotionale Herzstück der neuen Podcast-Episode.
Schwache Beweislage wird zum Durchbruch
Die ursprüngliche Beweislage der RCMP gegen Olson war dünn. Ohne entscheidende Beweise war unklar, wie die Ermittler ihn für die grausamen Verbrechen verurteilen lassen sollten. Doch während Olson in Polizeigewahrsam saß, machte er etwas Ungewöhnliches: Er schlug einen Deal vor.
Diese Verhandlung sollte zum Wendepunkt werden, der der Polizei half, einige der Leichen zu lokalisieren und Olsons Schuld an den Serienmorden endgültig zu bestätigen.
Gefängnistelefonate als Quellen
Die neue Episode der Podcast-Serie 'Calls From a Killer' wurde am 26. Juni 2025 veröffentlicht und wird von Moderatorin Arlene Bynon präsentiert. Das Besondere an der Serie: Sie basiert auf jahrelangen Telefongesprächen zwischen der Journalistin und Olson, die direkt aus seiner Gefängniszelle aufgezeichnet wurden. Diese eindringlichen Primärquellen verleihen der Serie einen einzigartigen und verstörenden Einblick in die Gedankenwelt des Mörders.
Die Episode mit dem Titel "The Mounties Always Get Their Man" (Die Mounties kriegen immer ihren Mann) konzentriert sich auf die gezielte Jagd der RCMP auf Olson im Jahr 1981 und die entscheidenden Durchbrüche im Fall. Durch die Verknüpfung von Archivmaterial mit Interviews von Familienangehörigen der Opfer werden die Kosten dieser Verbrechen – sowohl juristisch als auch menschlich – eindringlich sichtbar.


