Kriminyt Logo
  • Nachrichten
Kriminyt Logo

Alt om true crime – ét sted

© 2026 KrimiNyt

Wirecard — Die Milliardenlüge: Das Buch der Wahrheit

Wirecard — Die Milliardenlüge: McCrums Enthüllung

Das Buch eines Financial-Times-Reporters, der einen der größten Betrugsfälle aufdeckte

Author
Susanne Sperling
Published
May 8, 2026 at 12:36 PM

Quick Facts

LocationAschheim bei München, Bayern — Sitz der Wirecard AG

Wirecard — Die Milliardenlüge: McCrums Enthüllung

Dan McCrum, Investigativreporter der Financial Times, deckt in seinem Buch „Wirecard — Die Milliardenlüge" auf, wie ein deutsches Zahlungsunternehmen Behörden, Investoren und die Öffentlichkeit über Jahre hinweg systematisch täuschte — während er selbst zur Zielscheibe einer Kampagne wurde, die seine journalistische Arbeit zu diskreditieren versuchte.

Das Buch, dessen englische Originalfassung unter dem Titel „Bad Blood: The Final Secret of Wirecard" erschien, erzählt die Geschichte einer der größten Wirtschaftsbetrügereien des 21. Jahrhunderts aus der Perspektive desjenigen Journalisten, der als einer der ersten erkannte, dass bei der Wirecard AG in Aschheim bei München etwas grundlegend nicht stimmte. McCrum begann bereits ab 2015 mit seinen Recherchen — Jahre bevor die Insolvenzanmeldung im Juni 2020 den Betrug endgültig offenbarte.

Die Anfänge einer unbequemen Recherche

Die Geschichte beginnt mit klassischen journalistischen Fragen: Warum waren die Geschäftszahlen von Wirecard so konsistent beeindruckend? Wo genau liefen die Transaktionen ab, die das Unternehmen zu einem Schwergewicht der Zahlungsbranche machen sollten? McCrum verfolgte diese Fragen mit der Hartnäckigkeit eines Reporters, der weiß, dass etwas nicht stimmt, aber zunächst keine handfesten Beweise hat.

Das Unternehmen von Gründern Jan Marsalek und Markus Braun präsentierte sich als innovativer Zahlungsdienstleister mit glänzender Zukunft. Investoren strömten Milliarden hinein. Die deutsche Finanzaufsicht schien überzeugt. Doch McCrum fand etwas, das andere übersehen hatten oder nicht sehen wollten: Widersprüche in den berichteten Geschäftsvolumina, Fragen zu Partnerunternehmen, die nicht nachvollziehbar waren, und ein Geschäftsmodell, das bei näherem Hinsehen nicht aufging.

Bedrohungen statt Anerkennung

Dass McCrums Berichterstattung eine Bedrohung darstellte, zeigte sich schnell. Das Unternehmen und seine Unterstützer reagierten nicht mit Transparenz, sondern mit Gegenwehr. McCrum wurde Ziel von Anfeindungen, Drohungen und Versuchen, seine Glaubwürdigkeit zu zerstören. Wirecard-Skandal Chronologie Das war die Kehrseite des investigativen Journalismus in einem Fall, der sich um Millionen und mächtige Interessengruppen drehte.

Die Lektüre von „Wirecard — Die Milliardenlüge" offenbart ein System, das McCrum gegen große Widerstände ankämpfen ließ. Die Financial Times stand hinter ihm, aber für lange Zeit schien die Öffentlichkeit und besonders die zuständigen deutschen Behörden nicht bereit, die Warnsignale ernst zu nehmen. Markus Braun Verurteilung McCrum musste weiterrecherchieren, während Wirecard-Vorstand und PR-Maschine alles versuchten, um die Geschichte zu ersticken.

Das System, das Betrug ermöglichte

Das Buch zeigt nicht nur den individuellen Betrug, sondern auch die strukturellen Schwachstellen, die ihn ermöglichten. Wie konnte ein Unternehmen so lange täuschen? Warum brauchte es einen ausländischen Journalisten, um das aufzudecken? Jan Marsalek Flucht Diese Fragen durchziehen McCrums Narrative und deuten auf ein Problem hin, das über Wirecard hinausgeht: Die relative Leichtigkeit, mit der Konzerne deutsche Institutionen umgehen konnten.

Als die Wahrheit schließlich 2020 ans Licht kam, war die Bilanz verheerend. Tausende Investoren hatten Vermögen verloren. Markus Braun wurde im Dezember 2021 zu vier Jahren Haft verurteilt. Jan Marsalek entzog sich der Justiz durch Flucht. Doch bis dahin hatten McCrum und andere Rechercheure einen langen Kampf ausgefochten.

Das Buch „Wirecard — Die Milliardenlüge" ist nicht nur eine Chronologie von Betrügereien, sondern auch ein Plädoyer für den investigativen Journalismus in einer Zeit, in der unbequeme Wahrheiten gerne ignoriert werden. McCrums Erfahrung zeigt: Der Weg zum Durchbruch ist oft länger und steiniger als man denkt.

Read more

Firebørn dræbt af fremmed mand i schweizisk horrornagt
Artikel

Rupperswil: Der Vierfachmord, der die Schweiz schockierte

Utah-mor dømt for mord på mand — udgav sorgebog til børn
Artikel

Mutter aus Utah tötete Ehemann und schrieb Trauerbuch

Ugens true crime guide uge 19 2026 — journalist desk med mikrofon, headphones og krimidokumentation
Artikel

True Crime Guide — Woche 19: 4.–10. Mai 2026

Related Content
Firebørn dræbt af fremmed mand i schweizisk horrornagt

Rupperswil: Der Vierfachmord, der die Schweiz schockierte

Utah-mor dømt for mord på mand — udgav sorgebog til børn

Mutter aus Utah tötete Ehemann und schrieb Trauerbuch

Ugens true crime guide uge 19 2026 — journalist desk med mikrofon, headphones og krimidokumentation

True Crime Guide — Woche 19: 4.–10. Mai 2026

Advertisement
SS

Susanne Sperling

View all stories →
Share this post:
Wirecard — Die Milliardenlüge: Das Buch der Wahrheit

Wirecard — Die Milliardenlüge: McCrums Enthüllung

Das Buch eines Financial-Times-Reporters, der einen der größten Betrugsfälle aufdeckte

Author
Susanne Sperling
Published
May 8, 2026 at 12:36 PM

Quick Facts

LocationAschheim bei München, Bayern — Sitz der Wirecard AG

Wirecard — Die Milliardenlüge: McCrums Enthüllung

Dan McCrum, Investigativreporter der Financial Times, deckt in seinem Buch „Wirecard — Die Milliardenlüge" auf, wie ein deutsches Zahlungsunternehmen Behörden, Investoren und die Öffentlichkeit über Jahre hinweg systematisch täuschte — während er selbst zur Zielscheibe einer Kampagne wurde, die seine journalistische Arbeit zu diskreditieren versuchte.

Das Buch, dessen englische Originalfassung unter dem Titel „Bad Blood: The Final Secret of Wirecard" erschien, erzählt die Geschichte einer der größten Wirtschaftsbetrügereien des 21. Jahrhunderts aus der Perspektive desjenigen Journalisten, der als einer der ersten erkannte, dass bei der Wirecard AG in Aschheim bei München etwas grundlegend nicht stimmte. McCrum begann bereits ab 2015 mit seinen Recherchen — Jahre bevor die Insolvenzanmeldung im Juni 2020 den Betrug endgültig offenbarte.

Die Anfänge einer unbequemen Recherche

Die Geschichte beginnt mit klassischen journalistischen Fragen: Warum waren die Geschäftszahlen von Wirecard so konsistent beeindruckend? Wo genau liefen die Transaktionen ab, die das Unternehmen zu einem Schwergewicht der Zahlungsbranche machen sollten? McCrum verfolgte diese Fragen mit der Hartnäckigkeit eines Reporters, der weiß, dass etwas nicht stimmt, aber zunächst keine handfesten Beweise hat.

Das Unternehmen von Gründern Jan Marsalek und Markus Braun präsentierte sich als innovativer Zahlungsdienstleister mit glänzender Zukunft. Investoren strömten Milliarden hinein. Die deutsche Finanzaufsicht schien überzeugt. Doch McCrum fand etwas, das andere übersehen hatten oder nicht sehen wollten: Widersprüche in den berichteten Geschäftsvolumina, Fragen zu Partnerunternehmen, die nicht nachvollziehbar waren, und ein Geschäftsmodell, das bei näherem Hinsehen nicht aufging.

Bedrohungen statt Anerkennung

Dass McCrums Berichterstattung eine Bedrohung darstellte, zeigte sich schnell. Das Unternehmen und seine Unterstützer reagierten nicht mit Transparenz, sondern mit Gegenwehr. McCrum wurde Ziel von Anfeindungen, Drohungen und Versuchen, seine Glaubwürdigkeit zu zerstören. Wirecard-Skandal Chronologie Das war die Kehrseite des investigativen Journalismus in einem Fall, der sich um Millionen und mächtige Interessengruppen drehte.

Die Lektüre von „Wirecard — Die Milliardenlüge" offenbart ein System, das McCrum gegen große Widerstände ankämpfen ließ. Die Financial Times stand hinter ihm, aber für lange Zeit schien die Öffentlichkeit und besonders die zuständigen deutschen Behörden nicht bereit, die Warnsignale ernst zu nehmen. Markus Braun Verurteilung McCrum musste weiterrecherchieren, während Wirecard-Vorstand und PR-Maschine alles versuchten, um die Geschichte zu ersticken.

Das System, das Betrug ermöglichte

Das Buch zeigt nicht nur den individuellen Betrug, sondern auch die strukturellen Schwachstellen, die ihn ermöglichten. Wie konnte ein Unternehmen so lange täuschen? Warum brauchte es einen ausländischen Journalisten, um das aufzudecken? Jan Marsalek Flucht Diese Fragen durchziehen McCrums Narrative und deuten auf ein Problem hin, das über Wirecard hinausgeht: Die relative Leichtigkeit, mit der Konzerne deutsche Institutionen umgehen konnten.

Als die Wahrheit schließlich 2020 ans Licht kam, war die Bilanz verheerend. Tausende Investoren hatten Vermögen verloren. Markus Braun wurde im Dezember 2021 zu vier Jahren Haft verurteilt. Jan Marsalek entzog sich der Justiz durch Flucht. Doch bis dahin hatten McCrum und andere Rechercheure einen langen Kampf ausgefochten.

Das Buch „Wirecard — Die Milliardenlüge" ist nicht nur eine Chronologie von Betrügereien, sondern auch ein Plädoyer für den investigativen Journalismus in einer Zeit, in der unbequeme Wahrheiten gerne ignoriert werden. McCrums Erfahrung zeigt: Der Weg zum Durchbruch ist oft länger und steiniger als man denkt.

Read more

Firebørn dræbt af fremmed mand i schweizisk horrornagt
Artikel

Rupperswil: Der Vierfachmord, der die Schweiz schockierte

Utah-mor dømt for mord på mand — udgav sorgebog til børn
Artikel

Mutter aus Utah tötete Ehemann und schrieb Trauerbuch

Ugens true crime guide uge 19 2026 — journalist desk med mikrofon, headphones og krimidokumentation
Artikel

True Crime Guide — Woche 19: 4.–10. Mai 2026

Related Content
Firebørn dræbt af fremmed mand i schweizisk horrornagt

Rupperswil: Der Vierfachmord, der die Schweiz schockierte

Utah-mor dømt for mord på mand — udgav sorgebog til børn

Mutter aus Utah tötete Ehemann und schrieb Trauerbuch

Ugens true crime guide uge 19 2026 — journalist desk med mikrofon, headphones og krimidokumentation

True Crime Guide — Woche 19: 4.–10. Mai 2026

Advertisement
SS

Susanne Sperling

View all stories →
Share this post: