KrimiNyt | Fritz Honka – Der Serienmörder von Hamburg-St. Pauli — truec
Der „Frauenmörder von der Reeperbahn
Fritz Honka ermordete zwischen 1970 und 1975 mindestens vier Frauen in Hamburg-St. Pauli und versteckte ihre zerstückelten Leichen in seiner Dachgeschosswohnung. Die grausamen Taten kamen erst durch einen Wohnungsbrand ans Licht.
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Susanne Sperling
Fritz Honka
Serienmörder
Hamburg
St. Pauli
Deutschland
1970er Jahre
Frauenmörder
Quick Facts
Geburtsdatum31. Juli 1935
GeburtsortLeipzig, Deutschland
Todesdatum19. Oktober 1998
RolleTäter (Serienmörder)
Bekannte FälleMorde von Hamburg-St. Pauli (1970-1975)
Frühe Jahre und schwierige Kindheit\n\nFritz Honka wurde am 31. Juli 1935 in Leipzig geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Kindheit war geprägt von Gewalt, Vernachlässigung und den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Nach Kriegsende floh die Familie in den Westen und ließ sich schließlich in Hamburg nieder. Honka, der unter starken körperlichen Einschränkungen litt – er war kleinwüchsig und hatte einen Buckel – wurde zeitlebens ausgegrenzt und verspottet. Diese Erfahrungen prägten seine soziale Entwicklung nachhaltig negativ.\n\nEr arbeitete als Hilfsarbeiter in verschiedenen Berufen und entwickelte früh eine [INTERN LINK: Alkoholabhängigkeit]. Seine sozialen Kontakte beschränkten sich zunehmend auf die Kneipenszene von Hamburg-St. Pauli, wo er zu einer bekannten, wenn auch unbeliebten Figur wurde. In den schäbigen Bars der Reeperbahn suchte er Kontakt zu Prostituierten und sozial marginalisierten Frauen.\n\n## Die Mordserie in Hamburg-St. Pauli\n\nZwischen 1970 und 1975 ermordete Fritz Honka mindestens vier Frauen in seiner kleinen Dachgeschosswohnung in der Zeißstraße im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Seine Opfer waren ausnahmslos alkoholkranke, sozial isolierte Frauen, die er in den Kneipen des Viertels kennengelernt hatte. Honka lockte die Frauen unter dem Vorwand sexueller Kontakte in seine Wohnung, wo er sie nach dem Konsum von Alkohol erwürgte oder erdrosselte.\n\nDie bekannten Opfer waren Gertrude Bräuer (71), Anna Beuschel (54), Frieda Roblick (57) und Ruth Schult (52). Nach den Morden zerstückelte Honka die Leichen und versteckte die Körperteile hinter der Wandverkleidung seiner Wohnung sowie auf dem Dachboden. Der Verwesungsgestank in dem heruntergekommenen Wohnhaus war so penetrant, dass Nachbarn sich wiederholt beschwerten – doch niemand vermutete die grausige Wahrheit.\n\n## Entdeckung und Verhaftung\n\nDie schrecklichen Taten kamen am 17. Juli 1975 ans Licht, als in Honkas Wohnung ein Brand ausbrach. Die Feuerwehr entdeckte beim Löschen die verwesten Leichenteile. Honka selbst befand sich während des Brandes nicht in der Wohnung und wurde kurz darauf verhaftet. Die Ermittlungen offenbarten das volle Ausmaß seiner Verbrechen und schockierten die Öffentlichkeit.\n\nDie Polizei konnte vier Morde zweifelsfrei nachweisen, wobei Honka zunächst leugnete und später nur teilweise gestand. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer seiner Opfer möglicherweise höher liegt, da einige Frauen aus seinem Umfeld spurlos verschwunden waren. Der Fall wurde zu einem der bekanntesten Beispiele für [INTERN LINK: Serienmörder] in der deutschen Kriminalgeschichte.\n\n## Gerichtsverfahren und Haftstrafe\n\nIm Oktober 1976 begann der Prozess gegen Fritz Honka vor dem Landgericht Hamburg. Die Verhandlung erregte großes mediales Interesse und wurde zu einem der bekanntesten Serienmord-Fälle der deutschen Kriminalgeschichte. Honka zeigte während des Prozesses wenig Reue und machte widersprüchliche Aussagen.\n\nDas Gericht befand Honka für schuldig und verurteilte ihn zu 15 Jahren Haft – keine lebenslange Freiheitsstrafe, da ihm verminderte Schuldfähigkeit aufgrund seiner Alkoholabhängigkeit und psychischen Störungen zugestanden wurde. Er verbüßte seine Strafe in verschiedenen Gefängnissen und wurde 1993 nach 18 Jahren Haft entlassen.\n\n## Leben nach der Haft und Tod\n\nNach seiner Entlassung lebte Fritz Honka zurückgezogen in Hamburg. Er vermied die Öffentlichkeit und führte ein unauffälliges Leben in einem Wohnheim. Am 19. Oktober 1998 starb er im Alter von 63 Jahren an Herzversagen.\n\nDer Fall Fritz Honka ist ein eindringliches Beispiel für die dunklen Seiten der Großstadt-Kriminalität der 1970er Jahre. Seine Opfer, allesamt Frauen am Rande der Gesellschaft, wurden lange nicht vermisst – ein Umstand, der Honkas [INTERN LINK: Mordserie] über Jahre hinweg ermöglichte. Der Fall wurde mehrfach in Büchern, Dokumentationen und 2019 auch im Film „Der goldene Handschuh
Fritz Honka ermordete zwischen 1970 und 1975 mindestens vier Frauen in Hamburg-St. Pauli und versteckte ihre zerstückelten Leichen in seiner Dachgeschosswohnung. Die grausamen Taten kamen erst durch einen Wohnungsbrand ans Licht.
By
Susanne Sperling
Fritz Honka
Serienmörder
Hamburg
St. Pauli
Deutschland
1970er Jahre
Frauenmörder
Published
May 7, 2026 at 07:34 PM
Read Time
3 min
Quick Facts
Geburtsdatum31. Juli 1935
GeburtsortLeipzig, Deutschland
Todesdatum19. Oktober 1998
RolleTäter (Serienmörder)
Bekannte FälleMorde von Hamburg-St. Pauli (1970-1975)
Frühe Jahre und schwierige Kindheit\n\nFritz Honka wurde am 31. Juli 1935 in Leipzig geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Kindheit war geprägt von Gewalt, Vernachlässigung und den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Nach Kriegsende floh die Familie in den Westen und ließ sich schließlich in Hamburg nieder. Honka, der unter starken körperlichen Einschränkungen litt – er war kleinwüchsig und hatte einen Buckel – wurde zeitlebens ausgegrenzt und verspottet. Diese Erfahrungen prägten seine soziale Entwicklung nachhaltig negativ.\n\nEr arbeitete als Hilfsarbeiter in verschiedenen Berufen und entwickelte früh eine [INTERN LINK: Alkoholabhängigkeit]. Seine sozialen Kontakte beschränkten sich zunehmend auf die Kneipenszene von Hamburg-St. Pauli, wo er zu einer bekannten, wenn auch unbeliebten Figur wurde. In den schäbigen Bars der Reeperbahn suchte er Kontakt zu Prostituierten und sozial marginalisierten Frauen.\n\n## Die Mordserie in Hamburg-St. Pauli\n\nZwischen 1970 und 1975 ermordete Fritz Honka mindestens vier Frauen in seiner kleinen Dachgeschosswohnung in der Zeißstraße im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Seine Opfer waren ausnahmslos alkoholkranke, sozial isolierte Frauen, die er in den Kneipen des Viertels kennengelernt hatte. Honka lockte die Frauen unter dem Vorwand sexueller Kontakte in seine Wohnung, wo er sie nach dem Konsum von Alkohol erwürgte oder erdrosselte.\n\nDie bekannten Opfer waren Gertrude Bräuer (71), Anna Beuschel (54), Frieda Roblick (57) und Ruth Schult (52). Nach den Morden zerstückelte Honka die Leichen und versteckte die Körperteile hinter der Wandverkleidung seiner Wohnung sowie auf dem Dachboden. Der Verwesungsgestank in dem heruntergekommenen Wohnhaus war so penetrant, dass Nachbarn sich wiederholt beschwerten – doch niemand vermutete die grausige Wahrheit.\n\n## Entdeckung und Verhaftung\n\nDie schrecklichen Taten kamen am 17. Juli 1975 ans Licht, als in Honkas Wohnung ein Brand ausbrach. Die Feuerwehr entdeckte beim Löschen die verwesten Leichenteile. Honka selbst befand sich während des Brandes nicht in der Wohnung und wurde kurz darauf verhaftet. Die Ermittlungen offenbarten das volle Ausmaß seiner Verbrechen und schockierten die Öffentlichkeit.\n\nDie Polizei konnte vier Morde zweifelsfrei nachweisen, wobei Honka zunächst leugnete und später nur teilweise gestand. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer seiner Opfer möglicherweise höher liegt, da einige Frauen aus seinem Umfeld spurlos verschwunden waren. Der Fall wurde zu einem der bekanntesten Beispiele für [INTERN LINK: Serienmörder] in der deutschen Kriminalgeschichte.\n\n## Gerichtsverfahren und Haftstrafe\n\nIm Oktober 1976 begann der Prozess gegen Fritz Honka vor dem Landgericht Hamburg. Die Verhandlung erregte großes mediales Interesse und wurde zu einem der bekanntesten Serienmord-Fälle der deutschen Kriminalgeschichte. Honka zeigte während des Prozesses wenig Reue und machte widersprüchliche Aussagen.\n\nDas Gericht befand Honka für schuldig und verurteilte ihn zu 15 Jahren Haft – keine lebenslange Freiheitsstrafe, da ihm verminderte Schuldfähigkeit aufgrund seiner Alkoholabhängigkeit und psychischen Störungen zugestanden wurde. Er verbüßte seine Strafe in verschiedenen Gefängnissen und wurde 1993 nach 18 Jahren Haft entlassen.\n\n## Leben nach der Haft und Tod\n\nNach seiner Entlassung lebte Fritz Honka zurückgezogen in Hamburg. Er vermied die Öffentlichkeit und führte ein unauffälliges Leben in einem Wohnheim. Am 19. Oktober 1998 starb er im Alter von 63 Jahren an Herzversagen.\n\nDer Fall Fritz Honka ist ein eindringliches Beispiel für die dunklen Seiten der Großstadt-Kriminalität der 1970er Jahre. Seine Opfer, allesamt Frauen am Rande der Gesellschaft, wurden lange nicht vermisst – ein Umstand, der Honkas [INTERN LINK: Mordserie] über Jahre hinweg ermöglichte. Der Fall wurde mehrfach in Büchern, Dokumentationen und 2019 auch im Film „Der goldene Handschuh